Nov
21
2009
3

Kompetenzverortung und Überprüfung mittels Checkliste und Denkstufenmodell

Eine immer wieder aufkommende Fragestellung im Kontext Selbstorganisierten, individuellen Lernens innerhalb des OskarSiL-Projektes ist die der Kompetenzdarstellung und des Kompetenznachweises. Die Wikipedia beschreibt eine Kompetenz nicht mehr als eine Aufstellung einzelner Wissens- oder Könnenselemente, es handelt sich bei Kompetenzen vielmehr die Darstellung koordinierter Einzelleistungen anhand sich fortwährend ändernder Problemstellungen. (weiterlesen…)

Nov
10
2008
2

OskarSiL – Chancen

Ausblick und Chancen

Institutionell
Auf Grund der Projektergebnisse, die während der Durchführung der ersten Projektphase, von Februar nzrbis Juni 2008, erreicht wurden, wurde das Projekt zwischenzeitlich auf die gesamte Berufsfachschule Elektrotechnik sowie in modifizierter Form auf die Höhere Berufsfachschule für Informationstechnik und auf Teilbereiche der zweijährigen Fachschule für Energietechnik und Prozessautomation ausgeweitet. Derzeit beschäftigt sich eine Gruppe aus dem Berufsfeld Kfz-Technik mit der Einführung dieser Konzeption auf Landesebene.

Für die Berufsschule gibt es die Besonderheit des Dualen-Ausbildungssystems zwischen Betrieb und Schule. Eine Erweiterung auf diese Schulform ist durchaus denkbar und würde für Betriebe und Schulen erhebliche Vorteile bieten, z.B. würden sich Synergieeffekte einstellen, die unter anderem die Abstimmung der Ausbildungsinhalte oder den Abruf des individuellen Kompetenzerwerbs und Leistungsstandes von Auszubildenden durch die betrieblichen Ausbilder ermöglichen. Ein Auszubildender könnte somit ohne Umstellung, im Betrieb und in der Schule jeweils an gleichen Aufgabenstellungen arbeiten. Durch die gemeinsame Erstellung von Lernsituationen und Lernjobs durch Betrieb und Schule kann die Qualität der Aufgabenstellungen und der Ausbildung insgesamt, erheblich gesteigert werden. Daneben wären die Ausbildungs-Curricula für jeden Beteiligten transparent.

Weiterhin können durch die vermehrte Kommunikation und Kooperation Standards geschaffen werden, die Voraussetzung für ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem sind.

Individuell
Durch die Festlegung von Lernzielen durch die Lernenden selbst, wird Wissen nachhaltiger erlernt. Die Lernenden übernehmen ein erhöhtes Maß an Eigenverantwortung. Aktives Lernen, Individualisierung und Selbstorganisation führen zu Selbstwirksamkeitserfahrungen, die wiederum die Motivation steigern. Die Lernenden gehen dadurch den Lernweg mit Optimismus und Zuversicht. Durch Lernportfolios und Kompetenzraster stellen die Lernenden erworbenes Wissen dar, es wird nicht fehlendes Wissen bescheinigt.

Die Lehrenden nehmen Abschied vom Dasein als „Alleinunterhalter und Showmaster“, und entwickeln sich zum Lernbegleiter und Coach und bieten den Lernenden Unterstützung bei der individuellen und sozialen Entwicklung. Sie sorgen für eine optimale Lernatmosphäre

Nov
10
2008
2

OskarSiL – Lernmanagementsystem

Lernmanagementsystem

Das Lernmanagement erfolgt in Kursräumen der Lernplattform. Der Kursraum besteht im Wesentlichen aus den Themenbereichen Lernsituation und Lernjobs. Die folgende Grafik verdeutlicht dabei die Zusammenhänge zwischen Lernsituation und Lernjobs.

Abbildung 1 – Zusammenhang zwischen Lernsituation und Lernjob

Die Lernsituation stellt das Grundthema einer Sequenz, resultierend aus den Lernfeldlehrplänen, dar. Die Lernenden bearbeiten die Aufgabenstellung im Team. Zusätzlich zur Lernsituation müssen vom Lernenden, aus einem Portfolio von ca. 20 möglichen Lernjobs, je nach Lernsituation bis zu fünf Lernjobs zusätzlich frei gewählt werden. Der Coach berät den Lernenden bei der Auswahl und Terminierung. Letztlich bestimmt jedoch der Lernende selbst, welche Lernjobs er in sein Lernlayout (siehe Anhang) übernehmen möchte und zu welchem Zeitpunkt er die Aufgabenstellung abgibt. Der Lernende bestimmt und gestaltet somit seinen individuellen Lernplan.

Die Lernjobs stehen thematisch im Zusammenhang zur Lernsituation, sie dienen jedoch nicht primär dazu die Lösung der Lernsituation herbeizuführen. Die Lernjobs ermöglichen eine Erweiterung der Aufgabenstellung, z.B. zur Spezialisierung (vertikale Erweiterung) oder zur Ausdehnung (horizontale Erweiterung), je nach Wunsch des Lernenden. In der obigen Grafik kann die blaue Hintergrundfarbe als das Grundthema angesehen werden. Alle Lernjobs beinhalten, mal mehr, mal weniger, die blaue Farbe zur Darstellung des Grundthemas. Zusätzlich enthält jeder Lernjob aber auch noch eine weitere Farbe, zur horizontalen oder vertikalen Erweiterung des Schwerpunktthemas und zur individuellen Kompetenzentwicklung.

Ausgearbeitete Lernjobs oder Lernsituationsaufgaben werden von den Lernenden auf die Plattform hochgeladen und innerhalb kurzer Zeit von den Lernjobpaten[1] bewertet. Das Lernmanagementsystem kann unter der Adresse: http://moodle.lernen20.de im Internet erreicht werden.


[1] Lernjobpate – Ein Lehrender bewertet die ihm zugeordneten Lernjobs, egal in welcher Klasse oder Schulform sie gerade bearbeitet werden.

Written by hdhirth in: OskarSiL | Schlagwörter:, , , , , ,
Nov
08
2008
2

moodle erklärt mit Lego

Moodle erklaert mit Lego
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So also funktioniert moodle :-)

Written by hdhirth in: Allgemein, OskarSiL | Schlagwörter:, ,
Nov
02
2008
2

OskarSiL – Bearbeitung von Lernsituationen und Lernjobs

OskarSiL

“Die hundert erfolgreichsten Unternehmen weltweit nutzen die Individualität ihrer Mitarbeiter als Chance für ihr Unternehmen.”

Zielsetzung des Projektes OskarSiL ist daher u.a., dass die Lernenden berufliche Kompetenzen durch selbstorganisiertes und individuelles Lernen (SiL), weitgehend selbstgesteuert, entwickeln. Dabei steht nicht das Erreichen eines gemeinsamen Lernziels im Vordergrund, sondern die Entwicklung der individuellen Stärken des Lernenden innerhalb der in den Lehrplänen gegebenen Vorgaben. Damit die sozialen Aspekte der persönlichen Entwicklung nicht unberücksichtigt bleiben, erfolgen die Aufgabenstellungen in gemischten Lernarrangements mit Gruppen- und Einzelarbeitsphasen.

Innerhalb des OskarSiL-Projektes der Oskar-von-Miller-Schule in Kassel, werden alle Aufgabenstellungen nach folgendem Muster bearbeitet:


1. Teil der Aufgabe (Lernsituation):

Die Lernsituation stellt die Gruppenaufgabe dar und muss Grundlage der Prozessbewertung sein. Die Gruppe erarbeitet einen Lösungsvorschlag zur Lernsituation. Bsp. LS_E4.1 PC-Systeme: Ein Kunde hat einen alten PC und der soll nach dem vorgegebenen Lastenheft aufgerüstet werden.

Durchführungstipp:
Exemplarisch kann ein ausgemusterter PC als Kunden-PC beigestellt werden. Die Lernenden können diesen zerlegen und die Einzelkomponenten auf Funktion, Bauart und Leistung analysieren. Sollte es sich bei dem PC um einen nicht mehr funktionstüchtigen PC handeln, kann die Auslobung eines kleinen Preises (Päckchen Gummibären etc.) die Motivation steigern.

Bearbeitung:
Die Aufgabe sollte genauso bearbeitet werden wie die ganzheitliche Prüfungsaufgabe. Es sind alle technischen Möglichkeiten erlaubt, sofern verfügbar. Zunächst sollte ein Pflichtenheft formuliert werden (Wie und Womit soll ein Auftrag durchgeführt werden). Dann die Arbeitsplanung mit der Einteilung: “Wer” macht “Was” und wann soll “Was” gemacht werden.

Hinweis: Insgesamt sollte jedes Gruppenmitglied nach dem folgenden Schema (vollständige Handlung, Lernhandlung) arbeiten:

1. Informationsbeschaffung
2. Planung
3. Durchfühung
4. Überprüfung
5. Bewertung, Reflexion

Inhalt:
Pflichtenheft, Arbeitsplanung, Tagesprotokolle – Ein Lerntagebuch ist empfehlenswert, man kann damit die Protokolle leicht erstellen und von den Gruppenmitgliedern einsehen lassen (e-Portfolio) oder Blog innerhalb der moodle-Plattform, weiterhin wird im Bsp. LS_E4.1 ein Angebot mit einer Kostenkalkulation benötigt. Ergänzend sollte eine Reflexion der eigenen Arbeit erfolgen: Was war gut, was würdest du das nächste Mal verändern, etc.

Wie sieht der Umfang des Arbeitsergebnisses aus?
Vollständige Arbeitsmappe

Abgabeform:
Abgabe entweder in einer ausgedruckten Mappe oder in einer elektronischen Mappe, die den Coaches über e-Portfolio freigeschaltet wird oder auf der moodle-Lernplattform eingestellt wird.

Bewertungskriterien sind:
- Prozessentwicklung (ca.80%) – wie wurde untereinander gearbeitet, wie wurde kommuniziert
- Qualität (ca.20%) – Welches Arbeitsergebnis ist entstanden


2. Teil der Aufgabe:

Bearbeitet werden Lernjobs nach Wahl des Lernenden. Im Bsp. LS_E4.1 wurde einen Lernjob als Pflicht vorgegeben (AA01 – Pflichtenheft). Jeder Lernende kann die Lernjobs auswählen, indem er sie einfach in der moodle-Plattform anklickt und auf seinen PC lädt.

Hinweis:

Lernjobs müssen im Lernlayout mit dem Abgabetermin erfasst und dem Coach als Beratungsgrundlage vorgelegt werden. Der Lernende bestimmt nach dem Beratungsgespräch die endgültig ausgewählten Lernjobs und Abgebatermine. Der Coach zeichnet gegen.

Alle Lernjobs können unter dem Benutzer “bfedummy” zunächst angesehen werden.

Abgabe:
Das Ergebnis des Lernjobs sollte auf jeden Fall in elektronischer Form vorliegen. Bei einem fachpraktischen Lernjob muss die Aufgabenstellung mit Lösung, die z.B. auch eine Fotodokumentation sein kann, ebenfalls als elektronisches Dokument erstellt und im moodle-Kursraum hochgeladen werden. Die Abgabe kann entweder von zu Hause aus oder von schuleigenen Internetcomputern erfolgen. Eine Abgabe in gedruckter Form wird nicht bewertet.

Hinweis: Die Lösung muss bei der Abgabe immer unterhalb des gewählten Lernjobs und unter Nutzung des eigenen Logins hochgeladen werden da sonst keine Zuordnung ergolgen kann!

Bewertungskriterein sind:
- Quantität (ca.80%) – Wieviel Leistung wurde vom Lernenden erbracht, bzw. wie umfangreich war seine abgegebene Leistung in Form von Menge der Informationen die beschaffen werden musste um eine Lösung einzureichen.
- Qualität (ca.20%) – Welches Arbeitsergebnis ist entstanden

Hinweis: Alle Lernjobs werden mit Prozenten bewertet. Eine Gewichtung erfolgt nach dem Grad des Umfangs und der Schwierigkeit des jeweiligen Lernjobs.

Nov
01
2008
2

OskarSiL

Herzlich Willkommen im Blog des OskarSiL-Projektes der Oskar-von-Miller-Schule in Kassel

OskarSiL steht für Selbstorganisiertes, individuelles Lernen und soll den Schülerinnen und Schülern größtmögliche Entwicklung individueller- und sozialer Kompetenzen innerhalb der Lehrplanvorgaben ermöglichen.

Im Blog werden die einzelnen Aspekte dieser Lernform betrachtet.

Written by hdhirth in: OskarSiL | Schlagwörter:, , ,

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