Zielformulierungen der pädagigischen Arbeit
Die auf Grundlage der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion erarbeiteten Zielformulierungen bilden die Basis von Unterrichtsentwicklungen. Sie haben somit auch Einfluss auf Qualitätsleitbilder und Schulentwicklungen.
Grundlage aller Überlegungen sind aktuelle Rahmenlehrpläne.
Curriculum für Lernende beschreiben und zu erreichende Kompetenzen vereinbaren
Wer legt die zu erwerbenden Kompetenzen fest?
- Alle Kompetenzen sind von den Fraktalen/Teams formuliert.
- Ausbildungbetriebe sind in die Benennung von Kompetenzen eingebunden.
Wer entscheidet über den Grad und Zeitpunkt des Kompetenzerwerbs?
- Der Lernende entscheidet selbst über die Auswahl seiner individuellen Kompetenzen.
- Er legt weiterhin fest wann und in welcher Tiefe die Kompetenz erworben werden soll.
- Die Lernplanung erfolgt nach dem Akronym “SMART”. (Spezifisch-Messbar-Angemessen-Realistisch-Terminiert)
- Der Lernende wird bei der gesamten Lernplanung durch die Lehrenden beraten (Coaching).
Feststellung der mitgebrachten Kompetenzen und deren Dokumentation
Wie werden die Eingangskompetenzen festgestellt?
- Die Eingangskompetenzen der Lernenden werden gemeinsam mit den Lehrenden festegestellt.
- Checklisten auf Basis der Kompetenzformulierungen dienen hier als Hilfsmittel.
- Die Überprüfung erfolgt selbstständig durch die Lernenden oder durch die Lehrenden.
- Hilfsmittel sind: Selbsttests oder Denkstufenmodell
Wie werden bereits erworbene Kompetenzen dokumentiert?
- Bereits erworbene Kompetenzen werden in einem Kompetenzinventar, z.B. in Form eines Kompetenzrasters ausgewiesen.
- Der Grad der erworbenen Kompetenz wird in drei Anforderungsbereichen mit den Dimensionen A1, A2, B1, B2 und C1, C2 ausgedrückt. Die Kompetenzbereiche gliedern sich annähernd in den Dimensionen der vollständigen Handlung. (siehe Grafik: Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz 2004)
Kompetenzerwerb gestalten
Wie kann eine Kompetenz erworben werden?
- Zu jeder Kompetenz sind Lernaufgaben formuliert, mit denen diese erworben werden kann.
- Die Lernaufgaben können vom Lehrenden vorgegeben oder vom Lernenden selbst gestaltet werden.
- Zu jeder Kompetenz wird benannt, was zu tun ist, um die Kompetenz zu erwerben.
- Die Lernenden fragen selbst Unterrichtsinhalte bei den Lehrenden nach.
- Erläuterungen zu speziellen Aspekten werden in Form von Inputs angeboten. Die Teilnahme am Inputangebot bestimmt jeder Lernende für sich selbst.
- Die Lernenden planen und dokumentieren ihre Lernprozesse, z.B. in Portfolio oder e-Portfolio.
Wann, wo und mit wem wird gelernt / Ziel?
- Die stärkeren Lernenden unterstützen die Schwächeren in ihren Lernprozessen.
- Die Lehrenden unterrichten im berufsbildenden Bereich gemeinsam in aufeinander folgenden Lernfeldern.
- Zur Entwicklung und Förderung von sozialen Kompetenzen erarbeiten die Lernenden die Aufgabenstellungen der Lernsituationen auch in Gruppen.
- Lernen ist so organisiert, dass es auch außerhalb der Schule und außerhalb der Unterrichtszeiten stattfinden kann.
- Die Lernenden werden durch Wertschätzung und Coaching zum Lernen motiviert.
Nachweis erworbener Kompentenzen
Wie wird die erworbene Kompetenz nachgewiesen?
- Der Lernende weist durch Selbst- und Fremdeinschätzung seine individuell erworbenen Kompetenzen nach. Hilfestellung geben hier Selbsttests und das Denkstufenmodell.
- Der Lernende bildet seinen individuellen Kompetenzwerwerb in einem Kompetenzinventar ab. Der Nachweis des Lernens erfolgt in der Dokumentation von Arbeitsergebnissen in Portfolios und in Lerntagebüchern (Lernjournalen)
Keine Kommentare
RSS feed for comments on this post. TrackBack URL
Die Kommentarfunktion ist zur Zeit leider deaktiviert.
