Nov
18
2008
2

D21-Projekt im “nachtmagazin” der ARD

Unter dem Titel “Lehrer der Berliner Rütli-Hauptschule für Lehrmethoden ausgezeichnet” sendete am Freitag das “nachtmagazin” der ARD einen Bericht, der im Zusammenhang mit der Preisverleihung bei dem diesjährigen D21-Jahreskongress stand (Bild klicken, um zum Beitrag zu gelangen).
Sieht man einmal von der sicher nicht (weiterlesen…)

Nov
18
2008
2

BM Dr. Schavan – Neue Lernkultur durch digitale Kompetenz

Informations- und Kommunikationstechnologien werden in der Bildung immer wichtiger

“Zu einer modernen Pädagogik gehört eine digitale Lernkultur. Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bieten heute ganz neue Zugänge zu Bildungsinhalten. In der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhundert ist der sichere Umgang mit Computer und Internet elementar für alle Bildungsverläufe. So müssen auch alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, den verantwortungsvollen und intelligenten Umgang mit den neuen Medien zu lernen und zu praktizieren.” Das forderte Bundesbildungsministerin Annette Schavan bei der Jahrestagung der Initiative D21 in Berlin. Dabei lobte sie Initiativen aus der Wirtschaft, mit denen Impulse zur engen Verknüpfung von IKT und Bildung gegeben werden. Schavan hob hervor, dass die neue Lernkultur durch IKT eine hohe Individualisierung und gleichzeitig eine größere Unabhängigkeit von Institutionen mit sich bringe. “Die Schülerinnen und Schüler bringen heute andere Kompetenzen als früher mit. Schulen müssen die Lebenswelten der jungen Menschen integrieren, wenn sie sich weiterentwickeln wollen.”
“Auch im Blick auf den Bedarf an Fachkräften brauchen wir eine breit angelegte Medienkompetenz”, betonte Schavan. “Hier spielt IKT eine zentrale Rolle. Gerade in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) sind die Entwicklungen so rasant, dass eine Ausbildung nach dem neuesten Stand sowie eine permanente Weiterbildung unerlässlich sind.” Die Ministerin wies darauf hin, dass beim Nationalen IT-Gipfel am 20. November die Themen Forschung, Fachkräfte und Nachwuchs zu den Schwerpunkten zählen.

Ministerin fordert deutlichen Ausbau des Stipendienwesens

In den Schulen müsse eine breite naturwissenschaftliche Bildung eine Selbstverständlichkeit sein, sagte Schavan. Vor der Zulassung an eine Hochschule müsse es eine gute Beratung für die entsprechenden Studiengänge und Berufsbilder geben. “Die jungen Leute müssen wissen, dass sie verlässliche Berufsperspektiven haben. Dabei ist auch die Finanzierung wichtig. Wir haben das Bafög deutlich erhöht und den Empfängerkreis erweitert. Es muss aber auch Dynamik in das Stipendienwesen kommen. Ich setze mich für ein Stipendienwesen ein, das je zur Hälfte von der öffentlichen Hand und der Wirtschaft getragen wird. Der Bund ist bereit, das seinige dafür zu tun.”

14.11.2008 [BMBF Pressemitteilung 199/2008]

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Nov
15
2008
2

D21 “Die besten Lehrer für Deutschlands Schulen der Zukunft”

Team 1 - ePortfolio

Team 1 - ePortfolio

v.l.n.r.: Stefan Cordes (Referent), Jan Schulze, Helmut Frenzl, Yvonne Blum, Guido Haines (obere Reihe), Heinz-Dieter Hirth, Steffen Seibert, Kai Richter (untere Reihe)



Bericht in der Zeitung “Die Zeit”

Den Wettbewerb der D21-Fachtagung in Bonn im September 2008 hat das Team 1 – “ePortfolio” gewonnen. Verbunden mit diesem Gewinn ist eine Flug zur Deutschen Schule nach Helsinki, die in der PISA Studie hervorragend abgeschnitten hat.

Teammitglieder sind:

  • Heinz Dieter Hirth und Jan Schulze von der Oskar-von-Miller-Schule, Kassel
  • Helmut Frenzl und Steffen Seibert von der Gesamtschule Battenberg
  • Yvonne Blum und Kai Richter vom Rütli Campus in Berlin und
  • Guido Haines von der Offenen Schule Waldau in Kassel-Waldau.

Referent des Workshops war Stefan Cordes von der Freien Universität Berlin.

Das Team hat auf der D21-Fachtagung für Junglehrkräfte im Tandem mit Schulleitungen die Chancen und Möglichkeiten von Web 2.0 in Schulen anhand konkreter Anwendungen für Prüfungen aufgezeigt und über das Netz auch für Außenstehende verfügbar gemacht.

In Zukunft werden Schülergruppen von im Team vertretenen Schulen über eine Lernplattform zusammenarbeiten. Hier zeigt sich beispielhaft, wie trotz der Verschiedenheit des Teams – eine Hauptschule, ein Gymnasium, eine Gesamtschule und eine Berufsschule – mit Unterstützung neuer Medien Austauschprozesse über fachliche, institutionelle und soziale Grenzen hinweg gestartet werden können.

Hier geht´s zum Live Stream

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Nov
15
2008
2

Trainingsraum im OskarSiL-Konzept

Trainingsraum – Der Umgang mit neu gewonnen Freiheiten, Stärkung der Sozial- und Personalkompetenzen

Freiheiten bedingen Regeln, die einen respektvollen Umgang der Lernenden untereinander und zu den Lehrenden oder auch zum Schulinventar ermöglichen. Ein Team der Oskar-von-Miller-Schule hat sich dieser Aufgabe angenommen und den „Trainingsraum“ zur Entwicklung der Sozialkompetenz der Lernenden geschaffen. Lernende, die mit den Anforderungen der neuen Lernkultur zunächst nicht umgehen können, werden vom unterrichtenden Lehrer zur Arbeit im Trainingsraum aufgefordert. Hier werden gemeinsam, zwischen speziell ausgebildeten Trainern und den Lernenden, Zielvereinbarungen getroffen, die die weiteren Entwicklungsziele im Bereich der Personal- und Sozialkompetenzen des Lernenden benennen und schrittweise erarbeiten. Dadurch soll die weitere Teilnahme am Lernprozess und dem Unterrichtsgeschehen in der Klasse unterstützt und gefördert werden. Die erst kürzlich abgeschlossene Evaluation belegt, dass der Trainingsraum, als strukturelles und methodisches Element von Schülern, Lehrern und Eltern geschätzt und akzeptiert wird.

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Nov
12
2008
2

HNA – 11.11.2008 – Wollt ihr keine Pause machen?

Pressespiegel, HNA vom 12.11.2008

“Wollt ihr keine Pause machen?”

Die technische Oskar-von-Miller-Schule ist hessenweit Vorreiter in Sachen eigenständiges Lernen

Schüler der BFS-Elektrotechnik beim Lernen im OskarSiL-Projekt

Von Christina Hein

Kassel. Konzentriert sitzen die Schüler in Gruppen über ihren Projekten. Die einen hantieren mit Energiemessgeräten an einer Modellautobahn, untersuchen Spannung und Stromverbrauch, andere haben die Köpfe über einer mathematischen Formel zusammengesteckt, der nächste surft im Internet durch Technik-Foren. “Wollt ihr denn heute gar keine Pause machen?” fragt Elektrotechnik-Lehrer Heinz Dieter Hirth amüsiert. Offenbar nicht. Zu sehr sind die Schüler vom Lernen gefesselt. “Man glaubt es kaum”, erzählt Hirth: “die Schüler haben mich schon gefragt, ob man nicht den Pausengong ausschalten kann.” Der störe beim Arbeiten.

“Lehrer geben den Unterricht nicht mehr vor, Schüler fragen ihn nach.”

Dr. Dietmar Johlen Lehrer

Ein kleines Schul-Wunder vollzieht sich gerade an der Oskar-von-Miller-Schule. Eins, das nicht vom Himmel gefallen ist, sondern von der Schule mit viel Energie erarbeitet wurde: Vor drei Jahren hat sich die OvM für das Modellprojekt “Selbstverantwortung plus” entschieden. Es bietet der Schule Entscheidungsfreiheit in pädagogischen, organisatorischen, personellen und finanziellen Fragen. Selbstverantwortung gilt an der OvM, wo inzwischen das Plenum und ein Schulvorstand über langfristige Entscheidungen bestimmen, nicht nur für die Schule, sondern vor allem für die Schüler. Seit Frühjahr praktizieren zunächst noch zwei Klassen mit insgesamt rund 60 Schülern eine völlig neue Lernkultur. “Lehrer geben den Unterricht nicht mehr vor, Schüler fragen ihn nach”, fasst Dr. Dietmar Johlen, Abteilungsleiter für Informationstechnik, das Modell zusammen.

Der Lehrpensum ist nicht mehr in Form eines starren Stundenplans vorgegeben, sondern ist in Lernjobs, das sind unterschiedliche Aufgabenstellungen, unterteilt. Aus einem Angebot an Lernjobs können sich die Schüler eine vorgegebene Anzahl auswählen. Dabei sollten sie sich möglichst an den Aufgaben üben, wo sie Defizite haben. Vorhandenes Wissen und Können muss dadurch nicht wiedergekäut werden. Der Schüler erarbeitet für sich somit einen individuellen Lernplan und gibt das Tempo vor. Die Lehrer stehen den Schülern in einem Pool als Coach-Team zur Seite. Ihre Lernjobs finden die Schüler im Internet, und das weltweite Netz ist auch Informationsquelle. Statt mit Büchern und Heften arbeiten die Schüler am Laptop, wann, wo und wie sie möchten. “So macht Lernen unheimlich Spaß”, sagt Berufsfachschüler Daniel Roller.

So wie die OvM eigenständiges Lernen praxisnah praktiziert, gehört sie zu den Vorreitern in Hessen. Dafür wurde sie vom Hessischen Unternehmerverband mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.

Staatssekretär im HKM Joachim Jacobi informiert sich an der Oskar-von-Miller-Schule

Stellvertretender Schulleiter Wilfried Dülfer und Schulleiter Günter Fuchs berichten Staatssekretär Jacobi von den Aktivitäten in der Oskar-von-Miller-Schule in Kassel.

Nov
10
2008
2

OskarSiL – Kompetenzraster, Checklisten

Checklisten, Kompetenzraster und Lernlayouts im Kontext einer kompetenzorientierten Unterrichtsorganisation

Unterricht, wie er im Blog Edu Fiction beschrieben ist, erfordert ein Umdenken in der Erfassung individuell erworbener Kenntnisse. Hierbei dienen Kompetenzraster als Orientierungswerkzeug und Visualisierungswerkzeug der Lernentwicklung der Lernenden und Lehrenden. Die im Anhang beigefügten Kompetenzraster orientieren sich an den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz von 2004. Im Kompetenzraster wird der Schwierigkeitsgrad horizontal gestuft. Sie spiegeln den Anforderungsbereich wider und werden mit Hilfe der Lernzieltaxonomie von Bloom und Dave verifiziert. Dabei steht die Taxonomie von Bloom für den überwiegend kognitiven- und die von Dave für den überwiegend psychomotorischen Lernbereich.


Abbildung 2 – Kompetenzraster mit Kompetenz- und Anforderungsbereichen

Checklisten ermöglichen den Lernenden einen Abgleich zwischen bereits erworbenen und noch zu erwerbenden Kompetenzen. Sie gestalten sich aus den Lehrplänen und sind ebenfalls nach Anforderungsbereichen gestaffelt. Im Anhang befindet sich eine Checkliste der zweijährigen Berufsfachschule für Elektrotechnik aus dem Lernfeld 1 – „Elektrische Systeme analysieren“ und der Lernsituation 1.1 – „Mein Betrieb“.

Um dem Lernenden ein zielgerichtetes Lernen zu ermöglichen, erstellt jeder Lernende für sich ein individuelles Lernlayout – Blog –, in dem die vom Lernenden gewählten Lernjobs, die Teampartner für die Gruppenaufgabe und die jeweiligen Terminierungen, die der Lernende selbst bestimmt, abgebildet sind.

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Nov
10
2008
2

OskarSiL – Chancen

Ausblick und Chancen

Institutionell
Auf Grund der Projektergebnisse, die während der Durchführung der ersten Projektphase, von Februar nzrbis Juni 2008, erreicht wurden, wurde das Projekt zwischenzeitlich auf die gesamte Berufsfachschule Elektrotechnik sowie in modifizierter Form auf die Höhere Berufsfachschule für Informationstechnik und auf Teilbereiche der zweijährigen Fachschule für Energietechnik und Prozessautomation ausgeweitet. Derzeit beschäftigt sich eine Gruppe aus dem Berufsfeld Kfz-Technik mit der Einführung dieser Konzeption auf Landesebene.

Für die Berufsschule gibt es die Besonderheit des Dualen-Ausbildungssystems zwischen Betrieb und Schule. Eine Erweiterung auf diese Schulform ist durchaus denkbar und würde für Betriebe und Schulen erhebliche Vorteile bieten, z.B. würden sich Synergieeffekte einstellen, die unter anderem die Abstimmung der Ausbildungsinhalte oder den Abruf des individuellen Kompetenzerwerbs und Leistungsstandes von Auszubildenden durch die betrieblichen Ausbilder ermöglichen. Ein Auszubildender könnte somit ohne Umstellung, im Betrieb und in der Schule jeweils an gleichen Aufgabenstellungen arbeiten. Durch die gemeinsame Erstellung von Lernsituationen und Lernjobs durch Betrieb und Schule kann die Qualität der Aufgabenstellungen und der Ausbildung insgesamt, erheblich gesteigert werden. Daneben wären die Ausbildungs-Curricula für jeden Beteiligten transparent.

Weiterhin können durch die vermehrte Kommunikation und Kooperation Standards geschaffen werden, die Voraussetzung für ein funktionierendes Qualitätsmanagementsystem sind.

Individuell
Durch die Festlegung von Lernzielen durch die Lernenden selbst, wird Wissen nachhaltiger erlernt. Die Lernenden übernehmen ein erhöhtes Maß an Eigenverantwortung. Aktives Lernen, Individualisierung und Selbstorganisation führen zu Selbstwirksamkeitserfahrungen, die wiederum die Motivation steigern. Die Lernenden gehen dadurch den Lernweg mit Optimismus und Zuversicht. Durch Lernportfolios und Kompetenzraster stellen die Lernenden erworbenes Wissen dar, es wird nicht fehlendes Wissen bescheinigt.

Die Lehrenden nehmen Abschied vom Dasein als „Alleinunterhalter und Showmaster“, und entwickeln sich zum Lernbegleiter und Coach und bieten den Lernenden Unterstützung bei der individuellen und sozialen Entwicklung. Sie sorgen für eine optimale Lernatmosphäre

Nov
10
2008
2

OskarSiL – Lernmanagementsystem

Lernmanagementsystem

Das Lernmanagement erfolgt in Kursräumen der Lernplattform. Der Kursraum besteht im Wesentlichen aus den Themenbereichen Lernsituation und Lernjobs. Die folgende Grafik verdeutlicht dabei die Zusammenhänge zwischen Lernsituation und Lernjobs.

Abbildung 1 – Zusammenhang zwischen Lernsituation und Lernjob

Die Lernsituation stellt das Grundthema einer Sequenz, resultierend aus den Lernfeldlehrplänen, dar. Die Lernenden bearbeiten die Aufgabenstellung im Team. Zusätzlich zur Lernsituation müssen vom Lernenden, aus einem Portfolio von ca. 20 möglichen Lernjobs, je nach Lernsituation bis zu fünf Lernjobs zusätzlich frei gewählt werden. Der Coach berät den Lernenden bei der Auswahl und Terminierung. Letztlich bestimmt jedoch der Lernende selbst, welche Lernjobs er in sein Lernlayout (siehe Anhang) übernehmen möchte und zu welchem Zeitpunkt er die Aufgabenstellung abgibt. Der Lernende bestimmt und gestaltet somit seinen individuellen Lernplan.

Die Lernjobs stehen thematisch im Zusammenhang zur Lernsituation, sie dienen jedoch nicht primär dazu die Lösung der Lernsituation herbeizuführen. Die Lernjobs ermöglichen eine Erweiterung der Aufgabenstellung, z.B. zur Spezialisierung (vertikale Erweiterung) oder zur Ausdehnung (horizontale Erweiterung), je nach Wunsch des Lernenden. In der obigen Grafik kann die blaue Hintergrundfarbe als das Grundthema angesehen werden. Alle Lernjobs beinhalten, mal mehr, mal weniger, die blaue Farbe zur Darstellung des Grundthemas. Zusätzlich enthält jeder Lernjob aber auch noch eine weitere Farbe, zur horizontalen oder vertikalen Erweiterung des Schwerpunktthemas und zur individuellen Kompetenzentwicklung.

Ausgearbeitete Lernjobs oder Lernsituationsaufgaben werden von den Lernenden auf die Plattform hochgeladen und innerhalb kurzer Zeit von den Lernjobpaten[1] bewertet. Das Lernmanagementsystem kann unter der Adresse: http://moodle.lernen20.de im Internet erreicht werden.


[1] Lernjobpate – Ein Lehrender bewertet die ihm zugeordneten Lernjobs, egal in welcher Klasse oder Schulform sie gerade bearbeitet werden.

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Nov
10
2008
2

OskarSiL – Institutionelle Voraussetzungen

Institutionelle Voraussetzungen

Die Oskar-von-Miller-Schule in Kassel ist eine gewerblich technisch ausgerichtete Berufsschule, die sich in vier Abteilungen gliedert:

  • Elektrische Energietechnik
  • Informationstechnik
  • Kraftfahrzeugtechnik
  • Sanitär- und Heizungstechnik.

In diesen Abteilungen werden insgesamt sieben Schulformen angeboten. Die Berufsschule (BS) mit 21 Ausbildungsberufen, Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung, das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), die zweijährige Berufsfachschule (BFS) in den Berufsfeldern Metall- und Elektrotechnik, die zweijährige höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung (BFI) und Fachschule für Technik (FS). Ein Kollegium mit etwa 90 Kolleginnen und Kollegen unterrichtet jährlich durchschnittlich ca. 2100 Lernende.

Die Oskar-von-Miller-Schule in Kassel ist gemeinsam mit 17 weiteren Beruflichen Schulen in das Modellprojekt „Selbstverantwortung Plus“ eingebunden. Im Rahmen dieses Modellprojekts wird im Land Hessen seit drei Jahren erprobt, in welchem Maß Einzelschulen durch erhöhte Autonomie die Qualität und Effizienz der schulischen Arbeit steigern können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei in der Qualitätsentwicklung des Unterrichts. In Pilotprojekten wollen wir an der Oskar-von-Miller-Schule den Lernenden mehr Raum für selbstorganisiertes und selbstgesteuertes Lernen geben. Dabei streben wir eine stärkere Individualisierung der Lernprozesse und eine intensivere Begleitung der Lernenden durch die Lehrenden an. Wir führen das schweizerische Qualitätsmanagementsystem Q2E (Qualität durch Evaluation und Entwicklung) ein und verändern unsere Schulorganisation, die sich in einer neuen Schulverfassung mit teamorientierten und fraktalen Strukturen abbildet. Ziel ist es, den Lehrkräften die notwendigen Gestaltungsspielräume zur Entwicklung, Erprobung, Evaluation und Implementation von neuen Lehr- und Lernkonzepten einzuräumen. Ausgangspunkt ist hierfür ein Qualitätsleitbild der Schule. Die in dieser Bewerbung vorgestellte Unterrichtsentwicklung bezieht daher das Qualitätsleitbild der Schule explizit mit ein und formuliert konkrete Qualitätsziele.

Die Konzeption des Projektes „OskarSiL“ berücksichtigt Aspekte des Blended Learning und führt zum Einsatz eines Lernmanagementsystems, mit dessen Hilfe wir die Lernprozesse in stärkerem Maße individuell gestalten können. Gleichzeitig schaffen wir damit eine fundierte Basis für qualifizierte Kooperationsprozesse zwischen Lernenden einerseits und Coachingprozessen zwischen Lehrenden und Lernenden andererseits.

Nov
10
2008
2

OskarSiL – Ausgangssituation

Allgemein – berufsorientiert
Studien belegen, dass ein Lernender der heutigen Zeit, aufgrund der immer schneller voranschreitenden technischen Entwicklung, 10 bis 15 Berufe während seines aktiven Arbeitslebens erlernen muss. Zumindest eine persönliche Fokusverlagerung in dieser Fülle ist heute bereits für jeden Berufstätigen eher Realität als Ausnahme. Insbesondere ist davon auszugehen, dass zukünftige berufliche Anforderungen ein zunehmendes Maß an Eigeninitiative und Kreativit (weiterlesen…)

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