Im Oktober 2009 begann in den Herbstferien der letzte Teil der Sanierung der OvM im Hauptgebäude. Im Vorfeld war ein Raumkonzept entstanden, das auf die Individualisierung von Lernprozessen ausgerichtet ist.
Übergabe der neuen Räumlichkeiten mit Mitarbeitern des Hochbauamtes, des Schulverwaltungsamtes und der Gebäudewirtschaft der Stadt Kassel, des Architekten mit den Fachplanern und Schulleitungsmitgliedern der OvM.
Nach einiger Überzeugungsarbeit bei der Stadt Kassel als Schulträger und unserem Architekten konnten wir alle Beteiligten für unser Konzept gewinnen und es kam so etwas wie Pioniergeist auf, denn es ging unter anderem darum, so viele Wände (darunter auch tragende Wände) wie möglich zu entfernen, um offene Lernumgebungen zu schaffen. (weiterlesen…)
Heute hat sich eine Delegation der Adnan Menderes Universität aus Aydin an der Oskar-von-Miller-Schule über neue Entwicklungen in der beruflichen Bildung informiert.
Coskun Er (1. v. l.) stellt an der Infowand der Besuchergruppe das Unterrichtskonzept in der Höheren Berufsfachschule für Informationsverarbeitung vor.
In unserer Abteilung haben die Mitarbeiter der Aydin Vocational School die Höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung und die Grundstufe der IT-Berufe besucht. Die Gruppe fragte insbesondere nach, wie die Lernergebnisse in einem Portfolio für Bewerbungen zusammengefasst werden können und welche Rolle hierbei die Checklisten zu den einzelnen Lernfeldern spielen. Sie informierte sich über die Bereitstellung der Lernaufgaben und das typische Aussehen von den Lernprodukten der Schülerinnen und Schüler.
Wir waren in der Lage, das Unterrichtskonzept in türkischer Sprache vorzustellen, weil türkischsprachige Schüler die Besucher führten.
Der IT-Berufsschüler-Wettbewerb ist ein Nachwuchswettbewerb, der besondere Leis-
tungen im Umfeld der Informationstechnologie (IT) in der Region fördert. An unserer Schule können sich Berufsschüler folgender Ausbildungsberufe bewerben: Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung oder Systemintegration und IT-Systemelektroniker/-in. Die Bewerbung muss bis spätestens zum 25.05.2010 erfolgen. Genauere Informationen entnehmen Sie bitte dem Infoblatt it-award-anhang-2010.
Am 19. Februar 2010 informierten sich Mitglieder des kulturpolitischen Ausschusses des hessischen Landtages über das Unterrichtskonzept in der Grundstufe der IT-Berufe. Die Schüler erläuterten, wie sie sich für eine Blockwoche selbst Ziele setzen und diese über die Woche hinweg verfolgen. Sie haben hierbei die Gelegenheit, eigene Schwerpunkte zu setzen und ihre Lerngeschwindigkeit selbst zu bestimmen.
Der Klassensprecher der Klasse b25e12 erläutert Herrn Hugo Klein und Frau Claudia Ravensburg (CDU-Landtagsfraktion) die neuen Lernmethoden in der Ausbildung zum IT-System-Elektroniker und Fachinformatiker.
In einer Blockwoche widmen sich die Schüler jeweils einem thematischen Schwerpunkt, der von einer Lehrkraft betreut wird. Die übrigen Lehrkräfte unterstützen die Schüler bei der Reflexion ihrer Lernprozesse. In dieser Blockwoche ging es um Anwendungswicklung im Lernfeld 6 der IT-System-Elektroniker und Fachinformatiker der Fachrichtung Systemintegration.
Die Schüler erläuterten auch, welche Rolle der Einsatz von modernen Medien bei diesem Unterrichtskonzept spielt. Sie hoben hervor, dass sie über eine Lernplattform zu jeder Zeit Zugang zu allen Lernaufgaben haben und sich untereinander über diese Plattform abstimmen können.
Das Unterrichtskonzept wurde im Rahmen des Modellprojekts ViLBe (Virtuelles Lernen an Berufsschulen) entwickelt, das insbesondere das Ziel verfolgt, neu Medien im Unterricht zu erproben.
Am Mittwoch, 24. Februar 2010 findet das nächste Treffen zur Lernortkooperation für die IT-Berufe statt. Wir beginnen um 14:30 Uhr in der Cafeteria der Schule. Hauptthema ist die Veränderung des Unterrichtskonzepts in der Grundstufe im Rahmen des Modellprojekts ViLBe (virtuelles Lernen an Berufsschulen).
Gestern fand der erste Distance Learning Tag (DLT) in der Grundstufe der IT-Berufe des Ausbildungsberufs Fachinformatiker der Fachrichtung Anwendungsentwicklung statt. Die Schülerinnen und Schüler hatten diesen Tag im Forum ihres Moodle Kursraums in einer intensiven Diskussion im Vorfeld im Detail vorbereitet und erklärt, wie sie sich einen solchen Tag vorstellen.
Die Gruppe der Schüler, die am Distance Learning Tag von zu Hause gearbeitet haben.
Die Schüler haben im Forum u. a. festgelegt, wie viele Lernjobs sie an diesem Tag bearbeiten und fertigstellen wollten und mit welchen Werkzeugen sie untereinander und mit den Schülerinnen und Schülern in der Klasse, die in die Schule kamen, kommunizieren wollten. In dem folgenden Auszug aus der Diskussion im Forum sind einige Festlegungen enthalten, die von den Schülern getroffen wurden.
150 Punkte sind das (grob) angepeilte Ziel für den “DLT” (Distance-Learning-Tag) - für einen Schultag sind 100 Punkte ein Orientierungswert.
Der DLT sollte nach Möglichkeit von zu Hause aus stattfinden
Als Kommunikationsmittel sollen IRC und TeamSpeak/Mumble dienen
Darüber hinaus soll es pro Lernjob einen separaten IRC/TS-Channel für ausgiebige Fachdiskussionen geben
Falls möglich, soll eine Art “Log” eingerichtet werden, mit dem die Aktivität regelmäßig abgefragt/eingetragen/überprüft werden kann
In diesem Interview fassen die Schüler ihre Erfahrungen mit dem ersten DLT kurz zusammen.
Diese Klasse wird nach dem Unterrichtskonzept OskarSIL beschult, dass jedem Schüler Freiraum für einen eigenen individuellen Lernweg einräumt. Im Rahmen des Modellprojekts ViLBe wurde untersucht, wie neue Medien lernwirksam im Unterricht eingesetz werden können.
Gestern hat an der Oskar-von-Miller-Schule die Bildungsexpedition 2009 Station gemacht. Wir waren der Meinung, dass auf der sechstägigen Expedition eine berufliche Schule nicht fehlen darf, um dem Anspruch der Expedition gerecht zu werden, nämlich Akteure und Konzepte für eine zukunftsorientierte Bildung in Deutschland ausfindig zu machen.
Im Interview hatten wir die Gelegenheit, bereits entwickelte und erprobte Unterrichtskonzepte in der Höheren Berufsfachschule vorzustellen, die auf individualisiertes Lernen setzen. Diese Entwicklung wird nun ebenfalls im Rahmen des Modellprojekts ViLBe auch in der Grundstufe der IT-Berufe angestoßen. Zudem konnten wir aus unserer Sicht schildern, wie sich die Rahmenbedingungen für Schulen verändern müssen und welche Impulse von der Lehrerausbildung ausgehen müssen. Es wurde aber auch hervorgehoben, dass viele der im Interview diskutierten Veränderungen bereits jetzt unter den gegebenen Rahmenbedingungen eingeleitet werden können.
Die Öffnung des Unterrichts hin zu einer Individualisierung der Lernprozesse braucht auch offene Räume, in denen Lernen stattfindet. Diese offene Raumstruktur wird an der Schule ab Herbst in der anstehenden Sanierung geschaffen werden. Vielleicht wird das dann in einem Jahr ein Anlass sein, die Bildungsexpedition 2010 wieder in Kassel begrüßen zu dürfen, um über Lernkultur und Raumkonzepte zu sprechen.
Die Bildungsexpedition 2009 geht noch bis zum Ende der Woche. Es stehen noch viele weitere spannende Expeditionsziele auf dem Tourplan, an denen sicherlich auch wieder interessante Interviews geführt werden.
Seit den Osterferien bietet die Oskar-von-Miller-Schule Unterricht zur Vorbereitung auf die Prüfung für das Fremdsprachen-Zertifikat der Kultusministerkonferenz (KMK) an. Es handelt sich hier um das Fremdsprachen-Zertifikat Englisch, welches insbesondere von europaweit tätigen Firmen u. a. Mercedes, Siemens, SAP und BMW anerkannt wird. Weitere Informationen gibt ein Flyer.
Fit mit Fremdsprachen
Die Teilnahme setzt mindestens gute Grundkenntnisse auf dem Niveau der Hauptschule voraus und selbstverständlich auch eigenständiges, selbstverantwortliches Lernen. Der Unterricht ist überwiegend handlungsorientiert und praxisbezogen. Mit authentischen Texten aus dem Berufsleben (gewerblich-technisch) soll überwiegend das Hör- und Sprachverständnis geschult werden. Grammatik spielt eine untergeordnete Rolle. Als Unterrichtsmaterial werden die Lehrwerke Metal-, IT- und Electricity Matters verwendet, die an der Schule vorhanden sind. Am Ende findet eine externe Prüfung (voraussichtlich an der Schule) statt, die ca. 70 € kosten wird.
Interessierte können noch einsteigen, da noch Plätze frei sind. Der Kurs findet jeden Mittwoch ab 13:30 Uhr im Raum H.305 statt. Ansprechpartner sind Frau Hartwig und Dr. Johlen.
Die anstehende Sanierung im Hauptgebäude der Schule gibt uns die Möglichkeit, neu über Raumkonzepte nachzudenken. Mit Blick auf die pädagogische Diskussion, in der zunehmend eine Individualisierung der Lernprozesse eingefordert wird, ergeben sich auch neue Anforderungen an die räumliche Gestaltung einer Schule. In diesen beiden Videos soll der aktuelle Stand der Planung kurz vorgestellt werden und mögliche pädagogische Konzepte zur Diskussion gestellt werden.
Im ersten Teil des Videos wird ein kurzer Überblick über die grundlegenden Ziele einer neuen Lernkultur gegeben. Es wird schnell deutlich, dass eine veränderte Lernkultur, offene Räumlichkeiten und technische Innovationen, z. B. im Bereich von sozialer Software, eine bisher noch nicht dagewesene Chance für eine grundlegende Neuausrichtung von beruflicher Bildung bietet.
Aus den pädagogischen Überlegungen lassen sich klare Anforderungen an die räumliche Ausstattung der Schule ableiten. Es zeigt sich bereits jetzt, dass sich die Raumnutzung in offenen Unterrichtskonzepten deutlich von der Raumnutzung im klassischen Unterricht unterscheiden wird. Hierbei setzt ein Lernender nicht nur Schwerpunkte bei den Kompetenzen, die er erwerben möchte, sondern entscheidet auch zu welcher Zeit er in welchen Räumen wie lernen möchte. Er hat Zugang zu Laboren, kann sich in Stillarbeitsräume zurückziehen, eine Lehrkraft um eine Unterrichtseinheit bitten oder kurz in der Teeküche entspannen.
Diese Thematik wird auch im Modellprojekt ViLBe (virtuelles Lernen in der Berufsschule) aufgeriffen werden. Die einzelnen Teams werden Lösungen erarbeiten, wie neue Medien lernwirksam in enger Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben im Bereich der Teilzeitberufsschule eingesetzt werden können.
Für die Schülerinnen und Schüler im 3. Ausbildungsjahr haben einige bereits die vorgezogene Prüfung hinter sich bzw. stehen kurz vor der Abschlussprüfung. Sicherlich steht für diejenigen, die nicht ein Studium planen, erst einmal der Übergang ins Berufsleben bzw. das erfolgreiche Absolvieren der Prüfung im Vordergrund. Trotzdem sollte sich jeder die Frage stellen, welche weiteren Weiterbildungswege zur Verfügung stehen.
Speziell für die IT-Berufe wurde eine arbeitsprozessorientierte Weiterbildung geschaffen, die es Interessierten erlaubt, berufsbegleitend weitere Kompetenzen zu erwerben und zu dokumentieren. Auf diesem Wege lassen sich verschiedene Niveaustufen erreichen, z. B. Specialist, Manager, Consultant und Engineer (s. z. B. S. 10 der weiter unten genannten Broschüre).
Einen Überblick über diesen Weiterbildungspfad gibt die Broschüre “Weiterbildung mit System” des BMBF.